Designerporträts

Designtalente KALDEWEI FUTURE AWARD by Architektur & Wohnen

Jeden Monat stellen wir drei neue Designtalente vor, die mit ihrer außergewöhnlichen Arbeit überzeugen.
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LINDE FREYA TANGELDER

IST AM ENDE COSY, WAS ZUNÄCHST MASSIV WIRKT? MIT IHREN MÖBELN VERWIRRT EINE GESTALTERIN AUS BRÜSSEL UNSERE SINNE – UND DAS AUF SIMPLE WIE ERLESENE ART

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Material Girl. Ökonom Joseph Schumpeter (1883–1950) sprach von „schöpferischer Zerstörung“ – und meinte, dass der Kapitalismus unaufhörlich alte Struktur vernichte und eine neue schaffe. Heute sprechen wir von Disruption. An die Doppelgesichtigkeit von Kreativität erinnert bereits der Name des Designstudios Destroyers/Builders. Linde Freya Tangelder gründete es 2015 mit dem Landschaftsarchitekten Jo Groven. Das Brüsseler Büro legt nach eigener Aussage den Fokus auf Materialität. Die Gegenstände kennzeichne „sensorische Relevanz“. Dazu gehören Möbel, die teils limitiert über Galerien vertrieben werden. Tangelder arbeitete nach dem Studium an der Design Academy Eindhoven bei den Campana-Brüdern in São Paulo, gründete mit Cleo Maxime aus Amsterdam das Label no-made. Ihre Objekte für Destroyers/Builders haben skulpturale Qualitäten, wirken mitunter wie Mikroarchitekturen. Der „Bolder Chair“ scheint auf Betonsäulen zu ruhen. Tatsächlich verwendet die Designerin textiles Kompositmaterial und Spanplatten. Thomas Edelmann

BRUT 2018

Der Stuhl „Bolder Chair” ruht auf Säulen aus textilem Kompositmaterial.

Bolder Seat

Die Holzstruktur des Hockers „Bolder Seat“ ist mit Alpaka, Mohair oder Wolle bezogen.

BRUT 2018

„Horn Variations“ heißen mehrfach lackierte Holzmöbel.

archetypingdaybed

Das schmale „Archetyping Daybed“ wirkt wie eine Skulptur aus Stein. Tatsächlich besteht es aus Spanholz mit regelmäßig gefrästen Vertiefungen.

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