Designerporträts

Von Thonet bis Oskar Zieta Design-Ikonen

Von Thonet bis Oskar Zieta: A&W präsentiert eine Auswahl der Design-Ikonen seit 1900 bis in die erste Dekade des 21. Jahrhunderts.
Stuhl 209
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1900

Gebrüder Thonet

209

Zu seinen Fans zählen berühmte Architekten, viele Gestalter hat er beeinflusst. Der „Schreibtischfauteuil Nr. 9“, (heute 209), besser bekannt unter dem Namen „Wiener Sessel“ wurde von den Gebrüdern Thonet (gegr. 1849) um 1900 entworfen und hergestellt. Das augenscheinlichste Gestaltungsmittel, nämlich der ausladende Bügel, der gleichzeitig Arm- und Rückenlehne bildet, ist aus massivem, gebogenem Buchenholz.

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Der Däne Poul Henningsen schwärmte 1927: „Dieser Stuhl löst zur Vollkommenheit seine Aufgabe, ein leichter, bequemer Armlehnstuhl mit niedriger Lehne zu sein.“ Und der Schweizer Le Corbusier lobte ihn mit den Worten: „Noch nie ist Eleganteres und Besseres in der Konzeption, Exakteres in der Ausführung und Gebrauchstüchtigeres geschaffen worden.“ Überzeugt von der einzigartigen Qualität des Möbels setzte er es in vielen seiner Gebäude ein, etwa in der Stuttgarter Weißenhofsiedlung. Die Amerikaner George Nelson und Norman Cherner nahmen ihn zum Vorbild für eigene Stuhlentwürfe (siehe Cherner Chair, 1958).

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